Der Eichenprozessionsspinner – auch in diesem Jahr ein Problem

Auch in diesem Jahr kommt es regional wieder zu einem starken Auftreten des Eichenprozessionsspinners. Am Stamm, in Astgabeln oder an Ästen von Eichen sieht man die typischen Gespinstnester, der in Familienverbänden lebenden Raupen.
Auch auf unserem Golfplatz hat der Eichenprozessionspinner wieder genestelt.

Die gesundheitliche Gefahr geht von den feinen Brennhaaren aus, die die Raupen nach dem dritten Stadium bilden. Sie sind mit Widerhaken versehen und enthalten ein Eiweißgift (Thaumetopoein). Bei Kontakt kann es zu allergischen Reaktionen kommen, verbunden mit Hautausschlägen (Raupendermatitis), deren Juckreiz mehrere Tage andauert, oder Bindehautentzündungen. Bei ungünstigen Witterungsbedingungen können sogar ohne einen direkten Kontakt Probleme auftreten, da die Härchen leicht brechen und sich dann 100 m weit durch die Luft verbreiten können. Einatmen führt zu Reizungen der oberen Atemwege, Allergiker können auch heftiger reagieren, mit Asthma, Schüttelfrost oder, im seltenen Extremfall, einem allergischen Schock.

Bereits im Juli/August 2021 hat die Eiablage im oberen, der Sonne zugewandtem Kronenbereich der Eichen stattgefunden, in der Regel an den dünnen 1- bis 2-jährigen Zweigen. Im Zeitraum April bis Anfang Mai erfolgte der Schlupf und die jungen Raupen haben sich von den austreibenden Knospen der Eichen ernährt, später dann von den Blättern. Die Verpuppung erfolgt ab Ende Juni bis in den Juli hinein, dann spinnen sich die Raupen in feste, ockerfarbene Gespinstnester ein. Aus denen schlüpfen nach 3-5 Wochen die Falter, die im Anschluss mit der erneuten Eiablage im Kronenbereich der Eichen beginnen.

Worauf sollte geachtet werden?

  • Raupen und Gespinstnester nicht berühren, jeden Kontakt vermeiden. Besonders betroffene Bereiche haben wir markiert.
  • Hals, Arme und Beine schützen.
  • Verhalten bei unfreiwilligem Kontakt: Nicht kratzen oder reiben. Sofort Kleidung wechseln, diese bei 60°C und mit viel Wasser waschen. Sichtbare Raupenhaare mit Hilfe eines Klebebandes von der Haut entfernen, unverzüglich duschen und Haare waschen. Cortisonhaltige Salben lindern den Juckreiz. Bei Auftreten stärkerer Beschwerden bitte Arzt aufsuchen und diesen auf den Kontakt mit den Raupen hinweisen.
  • Empfehlung der DGV: Spielbetrieb: Liegt der Ball im Bereich von befallenen Bäumen oder Absperrungen, kann Erleichterung nach Regel 16.2 (gemäß 16.1b) „Gefährdung durch Tiere“ in Anspruch genommen werden.

Leider ist die Bekämpfung sehr aufwendig, aber wir werden daran arbeiten die Probleme möglichst gering zu halten.
Wir bitten um Verständnis,

Der Vorstand